Seit dem Sommer 1950 haben die USA ihre wirtschaftliche Aktivität in Afrika erheblich gesteigert, wobei die Maßnahmen im Zusammenhang mit strategischen Plänen stehen. Dabei handelt es sich vor allem um Kapitalinvestitionen, die über kurz oder lang einen gesteigerten Bezug strategischer Rohstoffe ermöglichen sollen, also um Anleihen aus dem Fonds des Marshall-Plans für die abhängigen Gebiete und durch die Internationale Wiederaufbaubank für die selbständigen Staaten, ferner in einem nur ungenau erfaßbaren Umfang um Anleihen für private Kapitalanlagen. Alle Anleihen werden in der Regel für 20 bis 25 Jahre gegeben, und ihre Rückzahlung beginnt kaum vor 1956. Vor allem werden diese Mittel zunächst für die Verkehrserschließung des Kontinents, für Eisenbahnen, Straßenbau, Hafenerweiterung und Nachrichtenverbindungen angelegt. Nur ein geringerer Anteil des amerikanischen Kapitalzustroms dient dem Ausbau der Industrieeinrichtungen selbst.