B. P. Stockholm, im November

Bei dem heftigen Tempo der internationalen Preisentwicklung in den letzten zwölf Monaten. ist die Feststellung für ein Land, ob man "einen Schnitt gemacht" oder sich bei seinen Kalkulationen "geschnitten hat", nicht leicht. Denn was als Ziffer gegen einst imponiert, kann (als Realeinkommen betrachtet) eine Verminderung sein. Das schwedische Konjunkturinstitüt hat nun die Rechenmaschinen schnurren lassen und ist dabei zu einem für Schweden erfreulichen Ergebnis gekommen: Die Ausfuhrpreise sind weit mehr gestiegen als die Einfuhrpreise, und außerdem soll das Netto der Schiffahrt um rund 300 Mill. Kr. höher liegen als im Vorjahr. Deshalb erwartet man, daß das Realeinkommen des Landes, berechnet zu den Preisen von 1950, in diesem Jahre um ein bis anderthalb Mrd. Kr. höher liegen wird als im vorhergehenden Jahre. Das ist etwa dasselbe Ergebnis, als wenn sich die Produktion um 5 v. H. erhöht hätte.