Von Eberhard P. Michalek

Der Kamera bietet die Wirklichkeit Bild und Gesicht, dem Mikrophon aber Geräusch und Stimme. Dieser Satz klingt ebenso trivial, wie seine Anwendung schwierig scheint; der Funk jedenfalls hat bisher weder die Erfordernisse seiner reinen Akustik hinreichend studiert, noch ihre Möglichkeiten überzeugend genutzt. Der Mangel wird zum Notstand in den Grenzgebieten der "Abteilung Wort", dort, wo die Hörfolge in die Reportage und das Feuilleton ins Feature übergeht, wo die Wirklichkeit, nicht nur notwendig Thema, sondern auch möglicher "Held" ist. Die Frage heißt hier: Wie lassen sich Ausschnitte aus der Realität funkgerecht senden?