Kopenhagen, Anfang November

Zwei Ereignisse charakterisierten in letzter Zeit die wirtschaftliche Lage Dänemarks. Da war einmal die Regierungserklärung beim Wiederzusammentritt des Reichstages am 2. Oktober, in welcher der sonst so vorsichtige Ministerpräsident Erik Eriksen mitteilte, daß keine neuen Steuern und neuen Abgaben zu erwarten wären, und daß die Regierung der Meinung ist, daß die großen Stabilisierungskompromisse zwischen Regierung und Opposition vom November 1950 und März 1951 ausreichend seien, um das Land aus seinen Schwierigkeiten herauszubringen. Gleichzeitig aber, und das ist das zweite Ereignis, mußten die dänische Nationalbank und die Kopenhagener Großbanken helfend zugreifen, um die große Provinzbank Fyens Discontokasse aus einer ernsten Liquiditätskrise zu retten. Daraus geht hervor, daß sich zwar die ergriffenen Stabilisierungsmaßnahmen in Dänemark allmählich auswirken, daß aber die Lage auf dem dänischen Kreditmarkt nach wie vor recht angespannt ist.