Unter dem Eindruck der Platow-Affäre hat die Bundesregierung in allen Ministerien und zahlreichen Dienststellen einen Runderlaß kursieren lassen, der auf die Pflichten der Geheimhaltung hinweist und die arbeits- und strafrechtlichen Folgen einer Verletzung dieser Pflicht erläutert.

Folge: panischer Schrecken bei allen Behörden und Würdenträgern, sobald ein Journalist oder gar mehrere auftauchen. Beispiel: Bei der letzten Bundespressekonferenz wurden – wie das bei einer Pressekonferenz nicht nur üblich, sondern auch beabsichtigt ist – zu dem Wahlgesetz für gesamtdeutsche Wahlen verschiedene Fragen gestellt. Der verängstigte Pressereferent war nicht zu bewegen, Auskunft zu erteilen.