Der hohe Thron, auf dem "König Schrott" die letzten Monate gesessen hat, ist erheblich demoliert worden. Seit mehr als einem Jahr fühlen sich die alten und ehrbaren deutschen ’Schrotthandelsfirmen in eine Atmosphäre gedrängt, die ihrem Ruf schweren Schaden zufügt. Spekulation und gewissenlose Profitgier haben die Grundlagen der so schwer erkämpften Stahlquote erschüttert und sind dabei, in diesem Winter eine ernsthafte Stahlkrisis heraufzubeschwören. Die jüngsten Verhandlungen im Bundeswirtschaftsministerium haben mit erschreckender Deutlichkeit die bedrohliche Lage dargelegt: mindestens 180 000 t Schrott sind gesetzeswidrig gehortet worden. "Man" spekulierte mit dieser künstlichen Verknappung auf weitere Preiserhöhungen.