Nach vielerlei literarischen Abwandlungen erscheint das Märchen von dem französischen Ritter Blaubart nun auch auf der Leinwand. Der martialische Herr der Grafschaft Salvere hat nacheinander sechs Frauen gehabt, die er, wie die Fama ängstlich flüstert, sämtlich tötete, weil ihre Neugier sie an der Tücke einer Prüfungsaufgabe scheitern ließ. Erst nach der Heirat seiner siebten Frau Aline erfüllt sich sein Schicksal. Der Film der deutsch-französischen Gemeinschaftsproduktion Alcina-Ala bringt eine neue Variante dieser Fabel. Hier ist der gefürchtete Blaubart der Ruhmredner seiner eigenen Ungeheuerlichkeit, der das Schicksal seiner Frauen als parodistische Moritat zum Besten gibt, bis ihn die harmlose Naivität von Aline entwaffnet, da sie entdeckt, daß alle ihre Vorgängerinnen noch lebendig sind.