Heinrich Eduard Jacob: Estrangeiro. Roman (Verlag Heinrich Schettler, Frankfurt am Main. 330 S., Leinen. 12,80 DM).

Diese Stimme ruft die Erinnerung an jene Jahre nach dem ersten Krieg herauf, da die Literatur, zugleich Kunstwerk und Manifest, auch hierzulande eine öffentliche Angelegenheit zu werden schien, und ein Novellenband den Titel tragen konnte: "Das Flötenkonzert der Vernunft". Heinrich Eduard Jacob kam aus dem menschheitsgläubigen Kreis der neuen Aufklärung, und er kam von der Musik, aus Mozarts Bereichen. Das literarische Berlin, aller Entdeckungen froh, schätzte bald seine klare und zugleich enthusiastische Handschrift; die große Gemeinde der Leser folgte, als dieselbe Hand die entzückende Geschichte von "Jacqueline und den Japanern" ichrieb und bald darauf die "Liebe in Ueskueb". Sie machten Jacob weithin bekannt – bis auch dieser Ruhm in dem befohlenen Schweigen unterging.