Die bisherigen Methoden der vorwiegend staatlichen Sozialpolitik sind durch die tiefgreifenden gesellschaftlichen Umschichtungen der jüngsten Vergangenheit fragwürdig geworden. Die zum Bestandteil der betrieblichen Kosten- und Preisrechnung gewordenen Sozialbeiträge des Arbeitgebers erreichen schon längst nicht mehr die wirklich Hilfsbedürftigen. Die Vertriebenen, Kriegsbeschädigten, Pensionäre oder Rentenempfänger sind von den marktwirtschaftlichen Vorgängen abgetrennt, weil ihre finanzielle Leistungskraft zu gering ist. Um die Sozialpolitik den neuen Tatbeständen gerecht werden zu lassen, müßte eine den wirklich Hilfsbedürftigen zugute kommende Einkommens Verlagerung einsetzen, die aber an der steuerlichen Überbelastung der gesamten Wirtschaft scheitert. Eime sozial notwendige Korrektur der Einkommensverteilung mit steuerpolitischen Mitteln erscheint untragbar.