Wer kann leugnen, daß wir seit Jahren allen deutschen Staatsangehörigen (mit dem Wohnsitz in Deutschland) ihr Besitztum in der Schweiz weggenommen und damit alle bisherigen Grundsätze über den Schutz des Privateigentums über Bord geworfen haben?" "Wer kann leugnen, daß sehr viele dieser deutschen Staatsangehörigen wegsterben, bevor sie von der sagenhaften Entschädigung, die wir ihnen in Aussicht gestellt haben, auch nur einen Pfennig in die Hand bekommen?" ... "Für viele dieser Deutschen stellt das in der Schweiz befindliche Vermögen die Grundlage ihrer materiellen Existenz dar, ohne das sie nicht zu leben vermögen." Mit diesen Worten hatten die "Basler Nachrichten" (Nr. 491/48) bereits vor drei Jahren jene so unerfreuliche Situation gekennzeichnet, in welche die Schweiz gegenüber jenen Deutschen durch das ihr aufgezwungene Abkommen von Washington geraten ist, und in der sie sich auch gegenwärtig noch befindet. Denn selbst heute können die von diesem Abkommen betroffenen Deutschen nicht über ihre Werte verfügen und halben auch noch keinerlei Entschädigung erhalten. "Es handelt sich hierbei nämlich vielfach auch um Menschen, die selbst Opfer des Nazismus geworden sind. Auch sind alte und kranke Leute darunter, die sich in größtem Elend befinden. Diese werden einfach ihrem Schicksal. überlassen!" So hatte Nationalrat Dr. Rohr im Schweizer Parlament am 19. Dezember 1949 erklärt und betont: "Die Zeit wird kommen, wo wir froh sein werden, uns darauf berufen zu können, daß wir das Abkommen nicht freiwillig, sondern unter Druck unterzeichnet haben" – unter einem Druck, von dem die amerikanische Zeitschrift "Human Events" im April 1949 schrieb, daß "der auf die Schweiz ausgeübte Druck sich der Erpressung genähert habe." (Zitiert aus dem amtlichen Parlaments-Protokoll.)