Im Volkswagen-Prozeß hat der erste Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe auf die Revision der Volkswagensparer das klagabweisende Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom Januar 1951 jetzt aufgehoben und den Rechtsstreit zu erneuter Verhandlung an das Oberlandesgericht Celle zurückverwiesen.

336 638 Volkswagensparer haben seit Beginn der Volkswagenaktion 1938 insgesamt 275 786 753,45 RM eingezahlt, die auf einem Sonderkonto der DAF bei der Bank der deutschen Arbeit in Berlin für das Volkswagenwerk verbucht sind und dort seit der Kapitulation blockiert liegen. Das Volkswagenwerk hat also von diesem Betrag unmittelbar nie auch nur einen Pfennig bekommen. Es hatte den Betrag aber in seine Bilanzen eingestellt und von der Bank der deutschen Arbeit einen 50-Mill.-Kredit für den Aufbau erhalten. Zwei Mitglieder einer Volkswagensparer-Organisation haben dann 1948 das Volkswagenwerk auf Lieferung zweier Volkswagen gegen Zahlung eines vom Gericht festzusetzenden Aufgeldes zu ihren früher gezahlten Sparraten verklagt. In erster Instanz hat das Landgericht Hildesheim, in zweiter das Oberlandesgericht Celle die Klage abgewiesen.