Von H. Prinz zu Löwenstein

Meran, Ende Oktober In Prag", so erzählte mir eine südtirolische Freundin, die lange als Angehörige der deutschen Minderheit in Böhmen gelebt hatte, "da habe ich selber gesehen, wie ein tschechischer Soldat einem vierjährigen Kinde den Schädel einschlug und es dann in die Moldau warf, nur weil es auf deutsch um Brot gefleht hatte. An den Bäumen und Straßenlaternen hingen gefolterte Deutsche. Andere krümmten sich sterbend auf dem Pflaster, und niemand durfte ihnen beistehen. Mit diesen Bildern in der Erinnerung kam ich in meine tirolische Heimat zurück. Das war dann wie ein Traum..."