Von Richard Tüngel

Zagreb, Ende Oktober

Es war ein guter Gedanke, Zagreb zum Tagungsort der Konferenz zu wählen, zu der das jugoslawische "Nationale Kommitee zur Verteidigung des Friedens" die Freiheits- und Friedenskämpfer aus vierzehn Ländern eingeladen hatte. Die alte, jetzt ein wenig verfallene Stadt hat mit ihren Barockbauten noch viel vom österreichischen Charme bewahrt. Und aus der Geschichte dieser Stadt, die lange in zwei feindliche Hälften geteilt war, hätten die Teilnehmer der Konferenz viel lernen können. Aber sie waren nicht zum Lernen gekommen, sondern um ihre Ansicht zu verkünden und ihr eigenes Weltbild anderen aufzureden.