Niemand war berechtigt, zu erwarten, daß mit der Pariser Außenministerkonferenz, mit dem Besuch Achesons in Deutschland, mit den Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und den Hohen Kommissaren nun plötzlich alle deutschen „Blütenträume“ reifen könnten. Aber welche Berechtigung hatte die Voraussage, der Bundeskanzler werde „armselig und mit leeren Händen“ zur außenpolitischen Debatte vor den Bundestag treten? Das erste Stadium einer neuen deutschen Außenpolitik zeichnet sich gerade dadurch aus, daß ihre Ergebnisse weder ein Alles noch ein Nichts sind. Das mehr als nichts ist hierbei wichtiger als das weniger als alles. Denn wir kommen ja vom Nullpunkt her, und es ist eine entscheidende Verbesserung unserer Lage, daß wir ihn überwunden haben. Endlich wird nicht mehr allein über Deutschland, sondern auch mit Deutschland verhandelt. Endlich haben wir wieder eine Stimme, die sich Gehör verschaffen kann und verschafft.