Von unserem Berliner Korrespondenten

K. W. Berlin, Mitte November

Der zentrale Blockausschuß der "antifaschistisch-demokratischen Parteien", dem die nun im Ministerrang stehenden Zonenvorsitzenden aller Parteien angehören,hat auf Druck der SED alle Blockausschüsse bis hinunter zu den Ortsausschüssen angewiesen, in den nächsten Jochen und Monaten ausschließlich gemeinsam das "Regierungsprogramm" zu erörtern und in gemeinsamen Versammlungen zu verbreiten. Dieses "Regierungsprogramm" ist, da es vom Politbüro der SED ausgearbeitet wurde, ein ausgesprochen kommunistisches, pro-sowjetisches, anti-westliches Programm. Veranlassung zu dieser kategorischen Anweisung war die beträchtliche Unruhe, die in den beiden Parteiorganisationen der LPD und der CDU der Ostzone über den Staatsstreich vom 7. Oktober entstanden war. Die zonalen Parteileitungen wurden nämlich tut diesem Tage mit Protesten und überschüttet, die ihren Orts- und Kreisverbänden überschüttet, die vielfach bis zu dem Verlangen vorstießen, die Übertragenen Ministermandate zurückzureichen oder gar auch die Selbstauflösung der Parteien so betreiben.