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Der aus Polen geschmuggelte Tatsachenbericht, den wir heute zu veröffentlichen beginnen, stammt von einem Manne, der noch heute in den Gebieten Jenseits der Oder-Neiße-Linie tätig ist und Gelegenheit hat, in beinahe alle Teile dieses Landes und des eigentlichen Polen zu kommen. Da der Verfasser an der alten deutsch-polnischen Grenze geboren ist und einige Jahre ein polnisches Gymnasium besucht hat, wurde er als sogenannter „Autochthoner“ (Ureinwohner) staatlich anerkannt, vor allem wohl auch, weil er als Spitzenspezialist einer bestimmten Industrie für die Wirtschaft Polens schwer ersetzbar wäre. Seine Darstellungen halten sich von billigem „Polenhaß“ fern. Sie folgen allerdings auch nicht der ideologisch gefärbten Propaganda der kommunistischen Machthaber in Warschau. Sie vermitteln wirkliches Tatsachenmaterial im Zusammenhang der historischen, ethnographischen und wirtschaftlichen Realitäten und geben so das erste, in seiner Anschaulichkeit besonders aufrüttelnde Bild von Land und Leuten Jenseits der nach Bevins Ausspruch „gefährlichsten Grenze des Westens“.