Die zweitägige Deutschlandkonferenz der Außenminister Großbritanniens, Frankreichs und der USA wurde in Paris beendet. Ihr Ergebnis ist eine „grundlegende Änderung der Deutsch landpolitik der Westmächte“.

Anschließend an die Pariser Konferenz stattete Außenminister Acheson Deutschland einen dreitägigen Besuch ab. Er war in Frankfurt, Heidelberg, Bonn und Berlin und unterrichtete Bundeskanzler Dr. Adenauer von den Pariser Beschlüssen.

Dr. Kurt Schumacher (SPD) bezeichnete die Politik des Bundeskanzlers Dr. Adenauer unter den neuen Vorzeichen als „pro-französisch“, „anti-deutsch“ und als einen Verfassungsbruch. Der Senatspräsident von Bremen, Kaisen (SPD), erklärte, man solle dem Bundeskanzler die Chance geben, mit den Franzosen ernsthaft in ein Gespräch zu kommen, anstatt über ihn herzufallen. Bundesminister Jakob Kaiser nannte die Äußerung Schumachers „erschreckend“.