Die Binnenschiffahrt steht im Existenzkampf, die Straßen verfallen unter der Wucht der Ferntransporter, die Eisenbahn ist auf der Drehscheibe – wirtschaftlich und organisatorisch. Jeder dieser "Großen Drei" des Verkehrs bedarf der Hingabe, der intensivsten Arbeit und des Ideenreichtums hochqualifizierter Fachleute, um wieder "auf Vordermann zu kommen".

Die Bundesbahn gilt zur Stunde als Sorgenkind Nr. eins. Der Direktor der Verwaltung für Verkehr, Dr. Frohne, selber ein versierter Reichsbahnkenner, hat sich in den letzten Jahren unendliche Mühe gegeben, die Gegenwartssituation der Bahn zu beeinflussen. Diese Mühe lag einmal im Auffangen zahlreicher Reformvorschläge, zum anderen in der Erstellung eines tigenen großen Planes. Es ist nicht unbekannt, das er in dieser Tätigkeit nicht zu den Freunden des jetzt (sowohl zu früh wie auch zu schnell) ausgeschiedenen Generaldirektors Busch gezählt hat. Man hat daher oft Frohnes Direktiven wie eine Art Neben- oder Gegenregierung über die ehemalige Reichsbahn empfunden. So ist es verständlich, daß man Frohnes Reformplan, besonders innerhalb der Bahnverwaltung, als eine Art Demonstration empfand und sie vom Grundsätzlichen her ablehnte.