Von Berthold Lämmer!

Sagen sind Erinnerungen an vorgeschichtliche Zeiten. Der Gegenstand der griechischen Sage von Prometheus, von dem Halbgott, der den olympischen Göttern Feuer stahl und es den Menschen brachte, ist einer der bedeutendsten Schritte in der Geschichte des Menschen: die Eroberung des Feuers. Aber erst in der jüngsten Zeit, in den letzten zwei Jahrhunderten, ergreift der Mensch die ganze Macht, indem er zunächst die Dampfmaschine und dann den Gasmotor erfindet. Die Kräfte, die ihm dienen müssen, um seine Fabriken und seine Fahrzeuge zu Wasser, auf dem Lande und in der Luft zu treiben, stecken in der Steinkohle und im Erdöl. Sie sind weiter nichts als aufgespeicherte Sonnenstrahlen. Alles Feuer und alle Wärme, die beim Verbrennen frei werden, ist Sonnenwärme, die die Blätter riesiger Wälder vor Jahrmillionen verschluckten. Die Wälder versteinerten zu Kohle und die Kohle verflüssigte sich zu Öl. Alle die gewaltigen Energiemengen, die der Mensch heute zum Segen und zum Unsegen verbraucht, entstammen der Sonne. Berechnen wir die Energie, die der Erde mit den Sonnenstrahlen zuströmt, nach dem Preis unserer Kraftwerke etwa mit acht Pfennig pro Kilowattstunde, so ergießt sich in jeder Sekunde ein Segen von vier Milliarden DM auf die Erde. Und wir müssen uns fragen, ob wir diesen Segen, der uns so sichtbar geschenkt wird, auch als Segen weitergeben!