Ein dänisch-isländischer Handschriften-Streit

Nach Aufhebung der Personalunion mit Dänemark ist von isländischer Seite mehrfach an isländische Sammlungen erinnert worden, die hauptsächlich im 18. Jahrhundert von Dänemark erworben worden sind, und die, soweit sie aus isländischen Handschriften bestehen, in der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen aufbewahrt sind. Es handelt sich vor allem um alte isländische Handschriften, die der dänische Kommissar Arm Magnusson in den Jahren 1702 bis 1712 in Island gesammelt und dann nach Kopenhagen verbracht hat. Sie umfassen etwa 2958 Bände und 4500 Urkunden, von denen jedoch Island nicht alle zurückverlangt. Die Forderungen erstrecken sich dagegen auch auf etwa 100 Museumsgegenstände, die sich im Kopenhagener Nationalmuseum befinden.