Von Ingrid Parigi, Cremona

Der seltene Fall, daß Bücher schon vor ihrem Erscheinen polemische Schatten vorauswerfen, ereignete sich anläßlich des von Hamish Hamilton in London verlegten Buches "Die verlorene Illusion" (Lost illusion). "Lost illusion" ist – und darin liegt wohl seine Hauptanziehungskraft – von fünf der meistgelesenen und meistdiskutierten Schriftsteller unserer Tage verfaßt: von dem französischen Nobelpreisträger André Cide und seinem jungen Landsmann Albert Camus, von dem jungen englischen Dichter Stephan Spender, dem Ungarn Arthur Koestler und dem Italiener Ignazio Silone. Fünf Kapitel – fünf Geständnisse führender und bedeutender Köpfe unserer Zeit, aus vier verschiedenen Länden, über ihre Abkehr vom Kommunismus, dem sie alle fünf einstmals als militante Kämpfer angehört haben.