Vor dem Streik der Berg- und Stahlarbeiter war die amerikanische Produktionskurve eindeutig aufwärts gerichtet. Der Frühjahrsrückschlag war überwunden, nachdem die Verbraucherpreise ein wenig, manche Beobachter meinen zu wenig, gesunken waren. Es blieb der Eindruck, die amerikanische Wirtschaft sei so gesund, daß ihr auf lange Zeit "nichts passieren" könne. Kurzfristig ist wohl sicherlich genügend Schwungkraft vorhanden, um auch bei längerer Streikdauer (über die direkt betroffenen Industrien hinaus) für eine schnelle Überwindung der Streikfolgen zu sorgen. Langfristig dagegen aber Wirken doch einige tief ergreifende Faktoren in entgegengesetzter Richtung, so daß man einigen Pessimismus für die weitere Zukunft hegen muß.