Das also war T. S. Eliot! Das also war der "Revolutionär", der "große Beweger unserer Zeit" ... Nein, mag ihn die Literaturgeschichte unserer Tage getrost so nennen – dieser Mann ist keiner von den "bedeutenden Dichtern", wie wir sie uns vielleicht vorstellen, kein "Literat" oder gar "Intellektueller" mit all der geistigen Arroganz, die solch ein Beruf gelegentlich mit sich bringt. Nun, da er zu Besuch nach Deutschland kam und in der Jungius-Gesellschaft und der "Brücke" zu Hamburg sprach, hat er einen ganz anderen Eindruck auf uns gemacht! Vollkommene Einfachheit ist es, die Eliot beseelt. Und "vollkommene Einfachheit" bezeichnet Eliot in einem feiner lernen großen Gedichte selbst als den höchsten von Menschen erreichbaren Zustand. Er nennt in derselben Gedichtfolge dann auch die "Weisheit der Demut" als "einzige Weisheit, die wir erhoffen dürfen". Jetzt hörten wie solche Worte suis seinem eigenen Munde. Und wir empfanden sofort; Die Worte dieses Dichters sind unablösbar von seiner Person. Sie sind Regungen seines Herzens, behutsam von einem wachen Geist hierhin oder dorthin gelenkt. Seine Haltung drückt sich in ihnen aus, nicht nur die oder jene Einstellung oder Ansicht. Was Eliot sagt, hat Gestalt. Du nahmen alle wahr, die ihn hörten.