Von unserem Berliner Korrespondenten Über Demontage spricht man in der Sowjetzone seit langer Zeit nicht mehr, und maa berührt das Thema weder in offiziellen noch ia privaten Kreisen, öffentliche Debatten zwar, wie sie das Gebiet der Bundesrepublik beherrschen, waren in den drei Jahren nach Kriegsende, in denen die Demontagegüter ununterbrochen ostwärts rollten, ohnehin niemals zu hören gewesen. Immerhin aber kann die sowjetzonale Regierung Grotewohl heute in voller Obereinstimmung mit den Tatsachen feststellen, daß ia dem von ihr usurpierten deutschen Bereich ein Demontageproblem nicht mehr existiere. Diese Ost Demontage, die in der Tat seil Sängerer Zeit abgeschlossen ist, hat übrigens niemals korrekt nach dem Katalog verfahren, den die Potsdamer Beschlüsse aufgestellt hatten. Es, wai eine Generaldemontage, die sowohl die sogenannten "verbotenen" Industrien betraf wie auch alles das, was der zivilisatorischen und industriellen Aufzäunung der Sowjetunion nützlich schien. So gingen in diesen Jahren die Einrichtungen großer Stahlweike ebenso ihren Weg nach Rußland wie die Installationen von Druckereien und Zuckerfabriken. Die Welt weiß, was mit der Beute so rücksichtsloser Demontage in vielen Fällen geschehen ist: entweder ist sie auf dem Wege verkommen oder, am Ziel angelangt, als nicht brauchbar befunden worden. Andererseits arbeitet die Mehrzahl jener Fachleute und Spezialarbeiter, die vor etwa zwei Jahren bei Nacht und Nebel in Zwangstransporten nac% Rußland geschleppt wurden, heute in Spezialriästungswerken deren Verlagerung von Deutschland nach Rußland gelungen isc.