Von Willy Wenzke

Das Wiedersehen mit den schmalen Gassen, den hochgegiebelten Häusern, dem grünen Teppich der Weinberge und dem Blick zur hohen Burg war so bezaubernd, daß es den Cochemern verziehen sei, wenn an diesen Tagen aus dem alten Martinsbrunnen nur simples Wasser sprudelte. Aber in allen Weinstuben von Cochem und Cond sprach man noch immer von jenem unlängst gefeierten Fest, bei dem wie einst der Martinsbrunnen guten echten Moselwein gespendet hatte. Dies also war einmal keines jener Cochemer "Stückelchen" gewesen, die das mit harten Kriegswunden versehene Mosel-Städtchen weit im deutschen Land als das "Mosel-Schilda" berühmt gemacht haben.