Mister John Thomas heißt er und kommt aus England. Er "operiert" Gallensteine, Magengeschwüre und defekte Nieren am "Astraileib" des Patienten, indem er sich in einen vor 58 Jahren gestorbenen deutschen Arzt namens Dr. Robert verwandelt. Das geschieht so: Mister Thomas faßt die Hand seiner Assistentin, betet ein bißchen, und schon fährt der Geist des seit einem halben Jahrhundert in den seligen Gefilden weilenden Chirurgus in den sich in den Trancezustand versetzten Gentleman. – In Hamburg spielte sich dieser Vorgang vor einem Publikum aus allen Schichten und Berufen ab, das der Homöopathische Verein geladen hatte. Die Heilungsuchenden – meist schon ältere Frauen und Männer –, die es mit dem "Magen zu tun" hatten, würden aufgerufen und legten sich auf eine Bahre. Da stand dann der Dr. Robert – oder vielmehr sein Geist im Körper des Mister Thomas – vor dem Patienten, hantierte mit imaginären Instrumenten, und nach einer Weile durfte der "Operierte" aufstehen, erhielt noch den Besuch des Geisterdoktors für die Nacht angekündigt und sollte gesund sein.