Während aus allen Teilen der Welt Nachrichten kommen, daß die Kunstdüngerproduktion eine Rekordhöhe erreicht hat, entwickelte sich in den letzten Monaten für die westdeutsche Düngemittelindustrie ein ungewöhnlich hoher Absatzrückgang. Die Welterzeugung an handelsüblichen Kunstdüngern wird nach einem Bericht der Landwirtschafts- und Ernährungs-Organisation der UNO (FAO) im Wirtschaftsjahr 1948/49 rund 11,6 Mill. t betragen. Und von der Pariser Zentrale der Verwaltung für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECA) wird mitgeteilt, daß Westeuropa am Ende des Marshall-Planes, also im Jahre 1952, über das Doppelte seiner Vorkriegsversorgung mit Düngemitteln und damit über einen Überschuß von jährlich 400 000 t verfügen wird.