Die deutsche Fischversorgung dürfte während der nächsten Zeit großen Schwierigkeiten entgegengehen, da für unsere Hochseefischerei wichtige Fanggebiete noch immer gesperrt sind. In den nächsten drei Monaten wird sich eine der bedeutsamsten Fangzeiten des Jahres, die sogenannte Norwegensaison, ohne aktive Mitwirkung der deutschen Fischdampfer vollziehen, weil Norwegen seine Dreimeilenzone für deutsche Dampfer auf 50 Meilen ausgedehnt hat. Innerhalb dieser Grenze liegen aber die wichtigsten Fanggebiete. Weiterhin ist die Barentsee auf den Einspruch Rußlands hin für die deutschen Hochseedampfer gesperrt. Schließlich hat man an der isländischen Küste das Gebiet des sogenannten "Rosengartens" gesperrt, das sich durch seinen Reichtum an Rotbarsch auszeichnet und besonders günstige Fanggebiete hat. Die weitere Küste Islands hat sehr unebenen Meeresboden und ist für das Fanggerät recht gefahrvoll.