Skizze von Karl N. Nicolaus

Mitten auf dem Acker, der sich wie eine sanfte Brandung gegen die einsamen Gehöfte schiebt, liegt eine tote Krähe. Der Frost nahm ihr lieben von dieser Erde fort.

Es beginnt zu schneien. Kleine Flocken rieseln nieder aus einem grauen Himmel, der sich ins Endlose verliert.

Ein Mann geht über den Acker. Er bleibt, neben der toten Krähe stehen. Der Schnee rieselt herab: über die tote Krähe, über den Mann, über den Acker, über die Welt. Es ist kalt, aber der Mann friert nicht. Denn er ist ganz nach innen gewandt, Solcherart kommt er in die Region nahe jener Grenze, über die das Leben der Krähe entwich.