In der Galerie "Junge Kunst" zu Hamburg wurde eine Ausstellung von neuen Gemälden Carl Hofers zusammengetragen. Folgende Ausführungen sind der Eröffnungsansprache entnommen, die Professor Ahlers-Hestermann, der Direktor der Landeskunstschule Hamburg hielt;

In der Begegnung mit den Bildern Carl Hofers zeigt sich ein Zwiefaches und Gegensätzliches: sie haben ein verschlossenes Antlitz, sie zeigen eine hermetische, abgerückte Welt, in der selbst der harmlose Vorgang Fraglichkeit bekommt, als sei er kein Vorgang, sondern ein Vorhang, hinter dem ein Unbekanntes stände. Andererseits aber dringen diese Bilder auf den Beschauer ein, wir erleben einen Ansturm durch Gesichte, und während heute das meiste Gemalte gegenüber der furchtbaren Wirklichkeit, die wir durchleben, gleichgültig, seltsam ferne Spiegelung oder abseitige Malerangelegenheit bleibt, fühlt man sich hier angesprungen wie von mythischen Tieren, aus Schuppenleibern, Löwenpranken und Fledermausflügeln zusammengesetzt, die dennoch ein organisches, ein bedrohliches und höchst reales Ganzes bilden.