Vor einigen Wochen wurden in Hamburg alarmierende Zahlen bekannt: Nicht weniger als 105 000 Stücke Bekleidung, 140 000 m Stoffe und 13 000 Paar Schuhe waren angeblich in acht Monaten des Jahres 1946 beim Hamburger Handel beschlagnahmt worden. Dazu kamen im Oktober in 96 Betrieben weitere illegale Mengen von über 23 000 Bekleidungsstücken und 191 000 m Stoff. Der Hamburger Einzelhandel schien demnach über selten gut assortierte „schwarze“ Lager zu verfügen, und die Frage lag nahe, wie groß wohl erst die Bestände sein müßten, die dem Zugriff der Behörden noch nicht verfallen waren.