Die einen steuerfreien Betrag von 30 000 Dollar jährlich einbringende Stellung eines Präsidenten der Weltbank wird weiterhin am laufenden. Band maßgeblichen Bankiers und Beamten angeboten. Sie findet aber keinen Bewerber. Das ist für die Weltbank ein empfindlicher Schlag, zumal der Rücktritt des ersten Präsidenten Eugène Meyer viele ungünstige Kommentare ausgelöst hatte. Eugène Meyer brachte für dieses Amt alle Voraussetzungen mit, wenn ihm auch eine gewisse Passivität zum Vorwurf gemacht werden kann. Dank seinen bisherigen Tätigkeiten genießt er in der internationalen Finanzwelt das Vertrauen, das die Grundvoraussetzung für die Ausübung dieses Amtes ist. Als konservativer und gewissenhafter Bankier bietet er persönlich genügend Sicherheiten, daß die von der Weltbank gegebenenfalls zu gewährenden Kredite genauestens geprüft und auch untergebracht werden können. Wenn er nun nach nur sechs Monaten dieses Amt niederlegt, so läßt dies wohl den Schluß zu, daß die Weltbank mit erheblichen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hat. Die vergeblichen Bemühungen, einen neuen Präsidenten zu finden, bestätigen diese Deutung. Die Hauptschwierigkeiten liegen offensichtlich in der Beschaffung des für die Gewährung von Anleihen erforderlichen Geldes.