Die Tschechoslowakei – vor dem Kriege das bedeutendste außerdeutsche Hinterland des Hamburger Hafens – ist das einzige Land Mittel- und Südosteuropas, das nach dem Kriege wieder Waren über den Hamburger Hafen empfängt und seinen beschränkt angelaufenen Export nach Nordeuropa und Großbritannien über den Hafen leitet. Seit dem Frühjahr 1946 gingen von Monat zu Monat wachsende Transportmengen über die Elbe. Nicht Weniger als 25 v. H. der gesamten über See in Hamburg eingetroffenen Warenmengen wurden im Oktober auf dem Wasserwege nach tschechoslowakischen Elbe- und Moldaustationen gefahren. Hinzu kommen noch die per Bahn nach tschechoslowakischen Plätzen weitergeleiteten Sendungen.