Wo immer der Krieg zerstörend über die Länder ging, zählt der Städtebau zu den meisterörterten Fragen. Das gilt nicht nur von Deutschland, dessen Trümmer den gesamteuropäischen Kulturverlust besonders kraß vor Augen stellen. Auch Frankreich, das nur an seiner Ostgrenze und an der Normandie größere Schäden erlitt; auch England mit seinen zerbombten Industriestädten, Italien (mit unersetzlichen Verlusten), nicht zuletzt Rußland – und mit ihnen fast der ganze Kontinent – stehen vor der Aufgabe des Neubaus städtischer Gemeinschaftsformen. Selbst in Amerika ist doch der Wohnungsmangel als Nachkriegsproblem so dringend, daß städtebauliche Themen der Anteilnahme einer breiten Öffentlichkeit sicher sind.