Zu einem Angriff auf die Männer des 20. Juli

Sollte die Berliner Zeitung „Tagesspiegel“ es sich zur Aufgabe gesetzt haben, den „20. Juli“ streng im Hitlerschen Sinne als eine Machenschaft unfähiger Militaristen zu entlarven? In einem groß aufgemachten Artikel „Improvisierter Widerstand“ nimmt der Verfasser, Erik Reger, weniger in kritischer als in befangen abfälliger Weise zu der Geschichte des 20. Juli Stellung. Er schreibt aus der Sorge heraus, die „legendäre Deutung des 20. Juli“ könne überhandnehmen und damit dem deutschen Volke Gelegenheit geben, sich in selbstzufriedener Weise von Schuld und Verantwortung zu entlasten.