Der französische Poilu, der sich schon nach den Kämpfen des zweiten Weltkrieges seinem heimatlichen Dorfe wiedergegeben und vor weiterer kriegerischer Verwendung gesichert glaubte, sieht sich gegenwärtig zu Tausenden in Toulon, Marseille und Algier verschifft, um in der Weite des Fernen Ostens abermals auf einem Kriegsschauplatz zu, kämpfen. Teile der Fremdenlegion, das Luftlanderegiment „Bone“ und eine Reihe anderer Formationen sind nach Indochina verschifft worden, um den bedrängten französischen Einheiten dort Hilfe zu bringen. Alles dies, nachdem vor erst neun Monaten, mit dem Vertrag vom 6. März 1946, zwischen der französischen Regierung und den Vertretern des neuen Staates Vietnam in Indochina der endgültige Friedenszustand gesichert sein sollte. Aber die Anerkennung der Vertreter der nationalistischen Bewegung Vietminh, mit deren Partisanenverbänden man bis dahin zu kämpfen gehabt hatte, als Regierung des neuen selbständigen aus Tonking und Annam gebildeten Staates Vietnam klärte weder eindeutig genug die staatsrechtlichen Verhältnisse dieses neuen Gebildes, noch befriedigte es die Forderungen des Vietminh auf Einbeziehung Cochinchinas in den Staat Vietnam. Es wurde lediglich von Paris zugestanden, daß die französische Regierung das Ergebnis einer in Cochinchina abzuhaltenden Volksabstimmung über die Frage eines Anschlusses an Vietnam anerkennen würde.