Das Kriegsende fand die Sowjetunion in einem desolaten wirtschaftlichen Zustand vor. Sieben Millionen Menschen wären in Krieg und Not zugrunde gegangen. Ein Drittel der Industriekapazität war zerstört. Die Landwirtschaft war in Ausrüstung und Produktion wieder auf dem Stand des Katastrophenjahres 1932. Die russische Politik hat immer „harte“ und „sanfte“ Perioden gekannt Bis zum äußersten erschöpft, war Rußlands Volk, bestärkt in diesem Glauben durch eine starke Propaganda, auf eine „sanfte Zeit“ gefaßt gewesen. Das bewiesen die Verwestlichung in der Kunst und in der Literatur, die Beschaffung von Gegenständen des zivilisatorischen Bedarfs in den besetzten Ländern, ja auch die stillschweigend übersehene Aufteilung mancher Kolchosen in Eigenwirtschaften. Das ganze Jahr 1945 hindurch war Simonows „So wird es sein“ aufgeführt worden, ein Theaterstück, das ein schöneres Rußland des leichteren Lebens zeigte. Simonow ist nicht nur mit der Politik, sondern auch mit der Stimmung des Volkes vertraut.