Von W. A. Meseke

Es gab eine Zeit, in der die alte Selbstverständlichkeit, daß die Wirtschaft für den Menschen und nicht der Mensch für die Wirtschaft da ist, noch allgemein anerkannt und praktisch wirksam, war. Die Konsumgepflogenheiten des Verbrauchers, seine Bedürfnisse und Wünsche, ja selbst seine Launen entschieden darüber, was produziert und investiert werden sollte und wohin die Ersparnisse der Nation zu lenken waren: "Seine Majestät der Kunde" stand im Mittelpunkt alles wirtschaftlichen Geschehens. Aber schon lange vor dem zweiten Weltkrieg trat hierin ein entscheidender Wandel ein. Beim Zusammenbruch des internationalen Güteraustausches entstanden in einzelnen, Ländern und Märkten Überschuß-, in andern-Mangelsituationen, die ein Eingreifen des Staates erforderlich machten, wenn sie nicht den, gesamten Wirtschaftsablauf gefährden sollten. An Stelle der Steuerung des Produktionsprozesses von unten, durch den Konsumenten also, trat damit die Lenkung von oben.