Der neue Fünfjahresplan umfaßt drei Etappen: den Wiederaufbau der Westgebiete, die Angleichung, der Produktion an den Vorkriegsstand und, im letzten Planabschnitt, die Erhöhung der gesamten Produktion um weitere 50 v. H. – Die Basis des Planes ist die Kohle. Durch Verdreifachung der Mechanisierung soll 1950 eine Produktion von 250 Mill. Tonnen erreicht werden. Da der Anteil des Öls an der Brennstofferzeugung von 17 auf 6 v. H. (1950) fallen wird, außerdem’ die auf der Kohle beruhende Elektrizitätserzeugung um 70 v. H. zunehmen soll, hat man der Bergbauverwaltung eine harte Aufgabe gestellt. Bei der Eisenproduktion erscheinen zum ersten Male die "stillen Reserven" in der Rechnung. Der Plan sieht bei Eisen und Stahl eine Vermehrung nur um ein Drittel auf 25 Mill. Tonnen vor. Es ist nun aber auch in Rußland nicht möglich, eine – im wesentlichen auf dem Eisen beruhende – Erhöhung der allgemeinen Produktion um 50 v. H. bei einer Vermehrung der Eisenproduktion um nur 30 v. H. durchzuführen. Angeblichsollten die fehlenden Millionen Tonnen von "außerhalb der Sowjetunion" kommen. In seiner Februarrede aber hat Stalin für 1960 eine Produktion von 60 Mill. Tonnen gefordert. Woher soll die so gewaltige Erhöhung um 35 Mill. Tonnen in zehn. Jahren kommen?