vom 11. Juli bis 17. Juli 1946

Die Außenministerkonferenz wurde Freitag abend abgeschlossen, ohne daß eine Einigung bezüglich Deutschlands erzielt worden ist, da die Vorschläge des amerikanischen und des britischen Außenministers durch Molotow abgelehnt wurden. Die deutsche Frage soll auf einer neuen Konferenz der Außenminister, die nach der Beendigung der UNO-Vollversammlung stattfinden wird, weiterbehandelt werden. Auch die Österreich betreffenden Probleme wurden nicht gelöst. Die stellvertretenden Außenminister sind jetzt mit den Entwürfen für die Friedensverträge mit den übrigen Feindstaaten beschäftigt, die der Friedenskonferenz am 29. Juli vorgelegt werden. Der Text des Entwurfes für den Friedensvertrag mit Italien sieht dessen Verzicht auf alle seine ehemaligen Kolonialgebiete vor. Die argentinische und die chilenische Regierung haben sich in entsprechenden Noten an die Großmächte für einen den nationalen Wünschen Italiens gerecht werdenden Friedensvertrag eingesetzt, da das Wohl Italiens für die ganze Welt, besonders für Südamerika, von Bedeutung sei. Ägypten hat einen Antrag gestellt, ebenfalls auf der Friedenskonferenz vertreten zu sein.