Am fünften Juli, wenige Minuten nach zwölf Uhr, gab der englische Sergeant dem Grenzpolizisten ein Zeichen. Der Schlagbaum senkte sich. Staub- und schweißbedeckte Menschen trieben sich zu einer letzten Anstrengung an, ihren turmhoch beladenen Handkarren ins englische Gebiet zu ziehen. Dann ließen sie sich erschöpft, doch aufatmend am Straßenrand nieder. Sie waren noch durchgekommen! Sie wußten, daß fünfzigtausend verzweifelte Menschen auf russischer Seite in Straßengräben und auf Feldern kampierten, in glühender Julihitze, ohne Verpflegung, ohne Obdach, ohne Hoffnung, nach wochenlanger Irrfahrt doch noch ins britische Gebiet zu kommen. Denn von jetzt an war die Grenze gesperrt.