Triest, vor einem Jahrhundert noch einer der unbedeutenden österreichischen Häfen, ist heute der modernste Seehafen der Nordadria der wesentliche Teile Südost- und auch Mitteleuropas als sein Hinterland betrachtet. Von Habsburg subventioniert und mit guten Eisenbahnverbindungen zum Hinterland ausgestattet, von Italien zwischen den beiden Weltkriegen ausgebaut und gegen den Einspruch Venedigs und Genuas in seiner Verkehrsentwicklung bis zu etwa, einem Fünfter des Hamburger Verkehrs unterstützt/heute von Jugoslawien beansprucht, ist Triest zu einer internationalen Streitfrage erster Ordnung geworden, die über die italienisch-jugoslawischen Interessen hinausgeht.