Bremen, im Juli

Bremens Opernhaus, das auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurückblickte, wurde ein Opfer des Bombenkrieges. Des Staates Sorgen mußten sich lebensnotwendigen Aufgaben zuwenden und erlaubten ihm keine Aktivität zur Errichtung einer wenn auch nur behelfsmäßigen Opernbühne. Jedoch gelang es der privaten Initiative eines bewährten Theaterfachmannes, Vogt-Vilseck, eine neue Opernbühne mit 600 Sitzplätzen und einer gut eingerichteten Technik in der halb ausgebrannten Turnhalle einer Schule in der Delmestraße einzurichten. Hier wurde die Opernsaison mit "Fidelio" unter Generalmusikdirektor Schnackenburg wiedereröffnet. Seither hat diese Bühne sechs weitere Opern, nämlich "Troubadour", "Wildschütz", "Cavalleria rusticana" mit "Bajazzo", "Barbier von Sevilla", "Figaros Hochzeit", und zwei Operetten, "Zigeunerbaron" und "Csardasfürstin", in Aufführungen von hohem Niveau herausgebracht.