Von Fred Hamel

I.

Man zögert, das Wort auszusprechen. Es ist anrüchig, nachdem uns zwölf Jahre hindurch die Forderung vom Primat der Politik in allem und jedem, und somit auch in der Musik, eingehämmert wurde. Und so ist es nur allzu begreiflich, daß die Überzeugung, an die sich gerade die besten Kräfte unseres Musiklebens in geheimem Protest so lange klammerten wie Ertrinkende an einen Strohhalm – die Überzeugung nämlich, daß Musik auch nicht das geringste mit Politik zu tun habe – heute stillschweigend zu allgemeiner Herrschaft gelangt ist.