Jeder hat die Landkarte seines Berufs vor seinem inneren Auge. Der Industrielle sieht die Werke. Zechen und Fabriken, der Wirtschaftler denkt in Börsen und Devisengrenzen, der Wissenschaftler und Geistesarbeiter kennt die Universitäten als Austauschplätze seiner Interessen. So ist für alle Suchenden der letzten Jahre Freiburg mit Reinhold Schneider zu einer untrennbaren Einheit verschmolzen.

Der Südwesten Deutschlands ist mit derlei Stätten und Menschen in unserer jüngsten Zeit wieder reicher hervorgetreten. Es scheint, daß in unserm verkleinerten Vaterland jenes ausgeglichene südlich-demokratische Temperament sich erneut stärker durchsetzt, nachdem das historische Preußen seinen Führungsanspruch abgeben mußte.