Monatelang hat die Welt auf den großen Versuchgewartet, bei dem die Zerstörungskraft der Atombombe wissenschaftlich bis zu den letzten Folgen erprobt werden sollte. Ein neues Zeitalter schien anzubrechen, in dem die Atomzertrümmerung alle früheren Formen der Kriegführung und damit alle Maßstäbe der Politik und des öffentlichen Lebens sprengen würde. Die Vorbereitungen zu diesem Experiment zeigten sich der Größe der gestellten Aufgabe würdig.

40 000 Menschen waren mit der Aufstellung und Einrichtung der Instrumente und der zu beobachtenden Objekte beschäftigt oder als wissenschaftliche Beobachter tätig. Sie wurden in sicherer Entfernung und unter Beobachtung aller gebotenen Vorsichtsmaßregeln Zeugen der ersten wissenschaftlichen Atombombe. 73 Kriegsschiffe waren der Zerstörungskraft ausgesetzt, darunter das amerikanische Schlachtschiff "Nevada" und der deutsche Panzerkreuzer "Prinz Eugen". An Bord von einem Drittel der Versuchsschiffe blieben 4000 Ratten, 2000 Ziegen und 4000 Schweine zurück. Dann nahte sich die Superfestung mit der Wunderwaffe. Aus 10 000 Meter Höhe fiel die entsetzliche Zerstörungsbombe und zerplatzte mit einem ungeheuren Knall, der noch in einer Entfernung von 15 Kilometer wie eine Salve von 15-Zentimeter-Schiffsgeschützen wirkte. Noch in einem Abstand von 23 Kilometer wurden die Beobachter wie von einem Blitz geblendet, und zwei Rauchwolken stiegen 15 000 Meter senkrecht in die Höhe.