Peter de Mendelssohn

Wie um alles in der Welt habt ihr es fertiggebracht, euch in eine so fürchterliche Schlamastik zu setzen?", fragt Peter de Mendelssohn, als er nach zwölfjährigem Exil im Mai 1945 die ersten Vertreter Deutschlands wiedersieht: Kriegsgefangene unter amerikanischer Bewachung. "Viele von ihnen konnten meine Schulkameraden sein, und doch lag eine Welt zwischen uns. Zwölf Jahre können länger sein als ein Lebensalter." Diese Sätze stammen aus dem neuen Reisetagebuch Peter de Mendelssohns über die Eindrücke seiner Rückkehr nach Deutschland, "Journal of a German Journey", das demnächst in London erscheint, gleichzeitig mit einem anderen Werk von ihm, "Nürnberger Dokumente, Phasen der deutschen Kriegspolitik 1937/45".