Der Birger, besonders in der Großstadt, nimmt die Leistungen seiner Gemeinde gewöhnlich ohne viel Nachdenken hin. Der Wasserhahn läuft, das Licht brennt, der Gasherd kocht, die Straßenbahn fährt – nun gut, das sind ihm Selbstverständlichkeiten des privaten, noch mehr des öffentlichen Lebens. Welch eine Summe von Können und Erfahrung, von Technik, Arbeit und Kapital nötig ist, um diese Wirtschaftsleistungen zu erreichen, wird oft vergessen. Nur der Streit um Tarife oder um Bahnverbindungen, immer aber das plötzliche Ausbleiben einzelner Leistungen in Krisenzeiten ruft der Masse die Existenz der gemeindlichen Wirtschaft vor Augen. Dann merkt man plötzlich, daß der gewaltige Organismus einer Großstadt, daß Industrie, Verkehr, Fürsorge, Polizei, Kanalisation und Ernährung nur funktionieren, wenn die Gemeinde das dazu nötige "Nervensystem" in ständiger Reparatur und Überwachung hält. Was eine Großstadt ohne Licht, ohne Wasser, ohne Nahrung ist, haben wir ja zur Genüge erlebt.