Konstanz, im Juli

Wenn etwas Entscheidendes über die der Kunst gewidmeten Tage in Konstanz gesagt werden muß, dann ist es die aufgeschlossene Atmosphäre, die dank der französischen Schirmherrschaft unter einem selten reichen Kreis deutscher und ausländischer Schriftsteller, Künstler, Journalisten und Theaterleute hergestellt wurde. Das war bei der Fülle von Veranstaltungen zeitlich nicht immer leicht zu bewerkstelligen, denn nicht nur das Theater, noch mehr die bildende Kunst – in einem Umfang und in einer freizügigen Übersicht wie seit 1933 nicht mehr in Deutschland –, die Musik, der französische Film, das Wort waren im geschickt ausbalancierten Wechselspiel vertreten.