Von Wilhelm Petersen. Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes Hamburg

Sehr große Teile der Kreise, die als Hersteller oder Vierteiler der Bedarfsartikel und Lebensbedürfnisse die eine Hälfte der Wirtschaft darstellen, sind sich darüber einig, daß in einem so außerordentlich verarmten Land-, wie es unsere deutsche Heimat nun einmal geworden ist, nur eine Bedarfswirtschaft zu führen ist; das heißt also, daß nur hergestellt wird, was vom andern Teil der Wirtschaft, dem Verbraucher, unbedingt benötigt wird.

Eigentümlich ist, daß diese Einsicht aber sofort zurückschreckt, wenn das Wort: gelenkte Wirtschaft ausgesprochen oder ausgeschrieben: will Das kommt zweifellos daher, weil dieser an sich einsichtige Teil der Wirtschaftsteilnehmer sich unter gelenkte Wirtschaft nur eine staatliche Regulierung mit ihren bürokratischen Schwächen und Engpässen vorstellen kann, ohne daran zu denken, daß eine Lenkung der Wirtschaft durch Selbstverwaltungskörperschaften nicht nur möglich, sondern auch notwendig und zweckdienlich ist.